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Edel im Norden: Mit dem Mietwagen die Herrenhäuser Rügens erleben

Edel im Norden: Mit dem Mietwagen die Herrenhäuser Rügens erleben

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Gut Grubnow Rügen

Der Norden Deutschlands ist für seine weiten Landschaften, den fangfrischen Fisch und trockenen Humor bekannt. Doch auf der äußersten Spitze des Landes hat die Region um Mecklenburg-Vorpommern noch weitere Höhepunkte zu bieten: Auf Rügen befinden sich nämlich einige der schönsten Herrenhäuser Deutschlands, die selbst auf der kleinen Insel gut versteckt sind und nicht jedem Touristen ins Auge springen.

Zeugnisse der Vergangenheit sind für historisch-interessierte Urlauber und Hobby-Architekten immer ein Grund zur Freude. Die Lust am Entdecken alter Künste bringt die historischen Merkmale der Epochen ans Tageslicht und gibt Einblicke in die Zeit, in der das Wort Moderne noch ferne Zukunft war. In alten Herrenhäusern lässt sich dieser Flair besonders gut entdecken, da viele dieser Bauten in Privatbesitz sind und von den heutigen Besitzern noch mit viel Liebe zum Detail gepflegt und restauriert werden.
Obwohl Rügen mit seiner überschaubaren Größe von 926 Quadratkilometern nicht allzu viel Platz bietet, existieren auf dem Eiland überproportional viele Guts- und Herrenhäuser, die den Wohlstand vergangener Jahrzehnte repräsentieren. Touristen können auf einer entspannten Tour über die Insel diese kleinen Schmuckstücke entdecken und besuchen. Wer nicht mit dem eigenen Auto unterwegs ist, kann sich ganz einfach spontan einen Mietwagen leihen. Vergleichsseiten wie Billigemietwagen.at geben Auskunft über den günstigsten Anbieter, der die Reisekasse schont und mit wenigen Klicks zum Wunschwagen für einen Tag (oder länger) führt. Auch lokale Anbieter vor Ort eignen sich zum Anfragen, doch ist hier eine Recherche vorab über Standort und Verfügbarkeiten notwendig.

Adel verpflichtet

Die wohlsituierte Gesellschaft von Rügen errichtete vorrangig im 19. und frühen 20. Jahrhundert ihre edlen Häuser. Die als Landsitz genutzten Herbergen waren besonders für den Ausflug auf das Land bestimmt, wenn der feine Adel und Kaufleute die nordische Brise genießen wollten. Bei Bergen erinnert das Gutshaus Reischvitz an jene Tage. Im Stil des Historismus erbaut, wurde das Fachwerk seit den 90er Jahren saniert und modernisiert. Ein englischer Garten, der zum Flanieren einlädt, wurde in diesem Zuge ebenso neu angelegt. Auch das Gutshaus Karnitz, das in der Nähe von Samtens liegt, ist einen Besuch wert, ebenso das Gut Grubnow bei Neuenkirchen. Als kleines Jagdschloss mit angrenzendem Park entworfen, zeugt das Gut Karnitz noch heute von dem guten Geschmack seines Erbauers Guido von Usedom.
Imposant begrüßt das Gut Neddesitz bei Sagard seine Besucher. 1911 errichtet, zeugen die große Freitreppe und der massive Haupteingang von früher Baukunst. Das Anwesen ist im Jugendstil gehalten und bietet für Architekten und Kunstliebhaber einige interessante Ansichten. Im Gutshaus Bohlendorf bei Wiek finden Besucher dagegen die wohl älteste Gutsanlage auf der Insel. In einem herrschaftlichen Park gelegen, ist ein ausgedehnter Spaziergang im Sommer eine Pflicht für Naturliebhaber, die zwischen den Bäumen und geschwungenen Wegen viel Ruhe und Entspannung finden werden.

Gut Neddesitz Sagard
Gut Neddesitz Sagard

Royale Erinnerungen

Doch nicht nur Gutshäuser und kleine Jagdschlösser lassen sich auf Rügen entdecken. Die Schlösser Spyker und Ralswiek gehören zu den schönsten Sehenswürdigkeiten, die sich mit dem Mietwagen entdecken lassen. Kleinwagen, wie sie vom Autozentrum Eggert angeboten werden, eigenen sich für die Tagesausflüge besonders. Nur wenige Kilometer entfernt von Bergen erhebt sich das Spyker Schloss am Jasmunder Bodden. Es ist das älteste Schloss auf der Insel und war einst ein Geschenk an den schwedischen Generalfeldmarschall Carl Gustav von Wrangel. Nachdem es für mehr als 100 Jahre in den Besitz der Familie von Putbus übergangen war, wurde es anschließend weiterverkauft und einer umfänglichen Sanierung unterzogen. Heute befindet sich ein Hotel hinter den Mauern des Schlosses.
Schloss Ralswiek dagegen thront in Sichtweite der Störtebecker-Festspiele. Auch hier wird aktuell ein Schlosshotel betrieben, das mit zwei Rundtürmen und einem weitläufigen Schlosspark begeistert. Die Besonderheit des Gartens ist der außergewöhnliche Bestand an Bäumen: Einige uralte und seltene Exemplare sind in dem Park zu finden, der um 1800 ursprünglich angelegt wurde. Auf diesen Pfaden, die sich entlang des Schlosses erstrecken, vergessen Besucher Zeit und Raum.

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